Erlebnisberichte Eurocup 29er Südfrankreich
Am ersten Tag, dem 28 März, reisten wir nachmittags in Carnon an und haben direkt die ersten beide Boote abgeladen. Danach sind wir, Fiona und ich, und Lukas und Karl sofort Segeln gegangen. Es war viel Wind, was das Segeln sehr anspruchsvoll machte. Wir kenterten häufig, konnten aber dennoch eine Strecke fahren. Am Abend wurden die beiden Boote von den anderen Teams, Maxi und Budde, sowie von Kelvin und Viktor, gemeinsam abgeladen.
Am zweiten Tag war der Wind zu stark, sodass kein Segeln möglich war. Stattdessen stand am Morgen Bootsarbeit auf dem Programm, da noch Boote aufgebaut werden mussten und viele noch Sachen ein -und umbauen sollten. Anschließend absolvierten wir einen Theorietest und es stand noch eine Athletik Session auf dem Plan, um auch sportlich ausgelastet zu sein.
Am dritten Tag konnten wir etwa zwei Stunden segeln, erneut bei starkem Wind. Wir haben ein relativ langes Warmup gemacht und Tonnenrundung geübt. Nach der Einheit stand noch einmal ein bisschen Bootsarbeit an, sowie Athletik.
Am vierten und fünften Tag starteten wir bereits um 9 Uhr und segelten insgesamt etwa eineinhalb Stunden. Später wurde der Wind tagsüber nämlich zu Stark und unsegelbar. Da Fiona und ich bei der ersten Einheit etwas früher in den Hafen gesegelt sind, sind wir als einziges Boot um 12 Uhr raus. Wir haben erst abfallen ohne Gennaker geübt. Als wir dann später den Gennaker gezogen haben, stellte sich heraus, dass er zunächst falsch angebaut war, was dann eine unfreiwillige Badeeinheit samt umknoten zur Folge hatte. Für den Flug bei über 25 Knoten Wind auf dem Downwind dann die 20 Knoten Boatsspeed zu knacken hat das aber sich ausgezahlt. Am Mittwochabend gab es einen gemeinsamen Teamabend, bei dem die Teams mit den Eltern und Trainer essen gegangen sind.
Filipa Hoffmann
Am ersten Wettfahrttag konnten wir endlich einmal wieder ausschlafen, da wir uns erst um 11:30 Uhr im Hafen zur Besprechung mit Georg getroffen haben. Anschließend ging es zur Steuerleutebesprechung, bei der wir die letzten wichtigen Informationen erhielten. Um 14 Uhr war der erste Start angesetzt. Da es über 120 Teilnehmer gab, wurde das Feld in vier Gruppen aufgeteilt, die auf zwei verschiedenen Kursen segelten. Dadurch stellte sich für uns die Frage, wer den jeweils anderen Kurs betreuen würde, da wir vier Teams hatten, von denen jeweils zwei auf einem Kurs waren. Zum Glück hatte Holger Jess ein ähnliches Problem mit einem Team aus Singapur: Georg übernahm deren Betreuung, während Holger die andere Bahn betreute und sich zusätzlich um zwei unserer Teams kümmerte. Die Rennen begannen pünktlich bei klarem Himmel und Sonnenschein. Wir freuten uns alle auf den starken Mistral, der im Laufe des Nachmittags immer weiter zunahm. Der Tag verlief sehr erfolgreich für unsere Gruppe, insbesondere die ersten Rennen liefen gut. Leider wurde Lukas krank, weshalb er und Karl das letzte Rennen nicht mehr mit segeln konnte. Wir anderen konnten den Tag mit drei bzw. vier Rennen zufrieden abschließen. Eine Bahn schaffte aufgrund des starken Windes und der begrenzten Zeit nur drei Rennen, die andere hingegen vier. Dadurch musste am nächsten Tag noch ein Rennen nachgeholt werden, weshalb wir uns bereits um 8:30 Uhr segelfertig trafen. Um 10 Uhr erfolgte der erste Start für die beiden Gruppen, die noch ein Rennen nachholen mussten. Danach teilten wir uns wieder auf die jeweiligen Kurse auf. Auch die anderen Boote kamen pünktlich aufs Wasser, sodass wir in den eingeteilten Gruppen noch vier weitere Rennen segeln konnten. An diesem Tag gab es erneut das Problem, dass an dem Tag Filipa und ich auf einer anderen Bahn waren. Diesmal wurden wir jedoch von einem freundlichen niederländischen Trainer betreut. Das Wetter war weiterhin schön, und der anhaltende Mistral sorgte für guten ablandigen Wind. Unsere Gruppe konnte größtenteils damit auch den letzten Tag der Qualifikationsrennen erfolgreich abschließen. Besonders dieser Tag war sehr fordernd, da wir lange bei nicht immer optimalen Bedingungen draußen waren und das nicht nur körperlich anstrengend war sondern hauptsächlich für den Kopf eine sehr große Belastung darstellt. Aber wir konnten auch das erste Mal auf einem Eurocup die erste Kreuz gewinnen und als erste um die Luvtonne fahren. Wir konnten letztendlich nach einer kurzen Nachbesprechung in die Unterkünfte gehen und den Tag zufrieden mit Essen und baldigem Schlafen beenden. Der dritte und damit vorletzte Tag begann wie der Tag davor für alle um 8:30 Uhr, doch diesmal sind wir bei deutlich weniger Wind und starker Sonne rausgefahren. Da ein Team von uns es schaffte, in die Silberfleet reinzukommen, wurden diese für die letzten Tage von den Trainern des Kieler Yacht-Clubs mit betreut, und im Gegenzug wurden zwei Teams von ihnen bei uns mit betreut. Auf dem Wasser musste unsere Bahn nach zwei Rennen schon rein, da zu wenig Wind war, und nachdem die andere Bahn mit vier Rennen fertig war, wurden wir erneut rausgeschickt für zwei weitere Rennen bei drehigem und lauem Wind. Nachdem wir um 18 Uhr reingekommen sind, fand noch ein Rennen im Hafen statt, bei dem fünf verschiedene Nationen gegeneinander segelten. Genauer gesagt haben sie viel gepumpt, um das Rennen zu gewinnen. Es war ein sehr langer, aber trotzdem spaßiger Tag, den wir teils beim Sailors Dinner ausklingen lassen haben. Nun war der letzte Tag auch schon angebrochen, und es ging zur selben Zeit mit den selben Gruppen auf die Kurse. Es war sehr wenig Wind und mal wieder ein sonniger Tag. Leider war so wenig Wind, dass wir auf dem Wasser eine Stunde warteten und dann noch einmal rein geschickt wurden. Erst gegen 14 Uhr setzte sich die Thermik durch, sodass wir noch ein Rennen segeln konnten, eine andere Gruppe schaffte sogar zwei. Während der Wartezeit nutzten viele die Gelegenheit, sich zu stärken und an einer gemeinsamen Müllsammelaktion im Hafen und am nahegelegenen Strand teilzunehmen.
Fiona Weimann










